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Markt

Erstes Halbjahr 2021: Corona bremst Leipzigs Immobilienmarkt kaum

Wohngebäude in Leipzig – Foto: Clara Pfister / Unsplash

Die Corona-Pandemie hat die bestehenden Trends am Leipziger Immobilienmarkt im ersten Halbjahr 2021 kaum verändert. Das zeigen die neuen Halbjahreszahlen des Gutachterausschusses.

Die Zahl der Transaktionen lag gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 nahezu konstant und stieg um rund drei Prozent. Der Geldumsatz erreichte etwa 1,5 Milliarden Euro und lag damit sieben Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

Preise steigen vor allem bei bebauten Grundstücken und Wohnungen

Bei mehreren Teilmärkten setzt sich der Preisanstieg fort. Besonders deutlich fällt die Bewegung bei Büro- und Geschäftsgebäuden sowie bei Eigentumswohnungen im Weiterverkauf aus. Für wiederverkaufte Eigentumswohnungen meldet der Gutachterausschuss gegenüber Ende 2020 ein Plus von rund zwölf Prozent.

Im Durchschnitt wurden Neubau-Eigentumswohnungen für etwa 5.017 Euro je Quadratmeter Wohnfläche gehandelt. Umgewandelte sanierte Altbauwohnungen lagen im Erstverkauf bei rund 5.282 Euro, Wiederverkäufe bei etwa 2.476 Euro je Quadratmeter.

Hohe Preise bedeuten nicht, dass jedes Segment gleich läuft

Bei Ein- und Zweifamilienhausgrundstücken sowie unbebauten Grundstücken für Geschosswohnungsbau stagnierten die Preise dagegen auf hohem Niveau. Schon innerhalb eines Halbjahres zeigt sich damit erneut, wie unterschiedlich die Leipziger Teilmärkte reagieren.

Die Pandemie ist nicht der dominierende Preistreiber

Die Daten sprechen gegen die Vorstellung, Corona habe den Leipziger Wohnimmobilienmarkt grundsätzlich ausgebremst. Knappes Angebot, niedrige Finanzierungskosten und anhaltende Nachfrage prägen die Entwicklung stärker.

Für Eigentümer ist die Konsequenz dennoch dieselbe wie zuvor: steigende Durchschnittswerte sind kein Ersatz für eine konkrete Bewertung. Für Käufer wird eine saubere Trennung zwischen Erstverkauf, Wiederverkauf, Neubau und Altbau immer wichtiger.

Weiterführend im Archiv

Archivhinweis: Dieser Beitrag wurde nachträglich als historische Einordnung erstellt. Tatsachen und Bewertungen beziehen sich auf den im Beitrag zugrunde gelegten damaligen Daten- und Rechtsstand; spätere Querverweise sind heutige Archivpflege.

Quellen und Datengrundlage