Der Leipziger Immobilienmarkt hat 2019 einen neuen Rekord erreicht. Der Gutachterausschuss registrierte 6.984 Kaufverträge – rund sechs Prozent mehr als 2018. Der Geldumsatz stieg auf etwa 3,4 Milliarden Euro und damit auf den höchsten Wert seit Beginn der Erfassung.
Die Zahlen zeigen einen sehr aktiven Markt, aber erneut keine einheitliche Entwicklung in allen Segmenten.
Eigentumswohnungen dominieren nach Zahl der Verkäufe
Rund 76 Prozent aller Transaktionen entfielen auf Eigentumswohnungen. Im Wiederverkauf lag der durchschnittliche Kaufpreis bei etwa 1.907 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Erstverkäufe im Neubau und nach Sanierung lagen deutlich höher.
Bauland bleibt teuer
Grundstücke für Geschosswohnungsbau wurden 2019 im Durchschnitt mit rund 700 Euro je Quadratmeter gehandelt. Nach dem außergewöhnlich starken Preissprung des Vorjahres verlangsamte sich die Dynamik zwar, das Niveau blieb aber hoch. Grundstücke für Einfamilienhäuser lagen im Durchschnitt bei rund 230 Euro je Quadratmeter.
Mehrfamilienhäuser zeigen weiter steigende Mittelwerte
Sanierte Mehrfamilienhäuser wurden im Durchschnitt mit rund 1.659 Euro je Quadratmeter Wohnfläche gehandelt, unsanierte mit rund 1.293 Euro. Auch hier gilt: Durchschnittswerte sind keine pauschalen Wertsteigerungen jedes einzelnen Hauses.
Rekordumsatz ist kein Freibrief für jeden Angebotspreis
Ein Rekordjahr erzeugt leicht die Erwartung, dass nahezu jede Preisvorstellung durchsetzbar sei. Tatsächlich zeigen die Teilmärkte sehr unterschiedliche Käufergruppen, Objektqualitäten und Preisniveaus.
Für Eigentümer ist 2019 deshalb vor allem ein Jahr hoher Marktliquidität. Für eine konkrete Immobilie bleibt entscheidend, welche Vergleichsfälle wirklich passen.
Weiterführend im Archiv
- Leipzig 2018: Grundstückspreise erreichen neue Höchststände
- Leipzig 2020: Mehr Kauffälle trotz Pandemie
Archivhinweis: Dieser Beitrag wurde nachträglich als historische Einordnung erstellt. Tatsachen und Bewertungen beziehen sich auf den im Beitrag zugrunde gelegten damaligen Daten- und Rechtsstand; spätere Querverweise sind heutige Archivpflege.
