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Markt

Leipzig 2016: Rekordumsatz trotz weniger Kauffällen

Wohngebäude in Leipzig – Foto: Clara Pfister / Unsplash

2016 hat der Leipziger Immobilienmarkt einen neuen Umsatzrekord erreicht. Der Gutachterausschuss registrierte 7.331 Kaufverträge – rund drei Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig stieg der Geldumsatz leicht auf etwa 2,9 Milliarden Euro.

Diese Kombination ist bemerkenswert: Weniger Verkäufe, aber mehr Umsatz sprechen dafür, dass die Preise und die Bedeutung größerer Transaktionen weiter zunehmen.

Bauland wird knapper

Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei unbebauten Grundstücken. Die Zahl der Verkäufe ging zurück, während die Bodenpreise in mehreren Lagen stark anzogen. Ein Einfamilienhausgrundstück kostete 2016 im Durchschnitt etwa 97.000 Euro bei einer mittleren Grundstücksfläche von rund 660 Quadratmetern.

Bei Geschossbaugrundstücken wurden in einzelnen Lagen sogar sehr starke Richtwertanpassungen notwendig. Für Käufer und Projektentwickler wird damit nicht nur das Gebäude, sondern zunehmend der Boden zum Engpass.

Eigentumswohnungen bleiben der größte Teilmarkt

Sanierte Eigentumswohnungen im Erstverkauf wurden 2016 im Mittel mit rund 3.335 Euro je Quadratmeter Wohnfläche gehandelt. Im Wiederverkauf sanierter Wohnungen lag der Mittelwert deutlich niedriger bei etwa 1.278 Euro je Quadratmeter. Schon diese Differenz zeigt, warum pauschale Quadratmeterpreise für Leipzig wenig aussagekräftig sind.

Was Eigentümer daraus ableiten können

Ein stark steigender Markt macht eine Bewertung nicht einfacher, sondern anspruchsvoller. Je schneller sich Preise verändern, desto wichtiger wird die Frage, ob ein Vergleichsfall tatsächlich in Lage, Zustand, Verkaufsart und Nutzung zum eigenen Objekt passt.

Der Markt 2016 ist deshalb vor allem ein Signal für zunehmende Verknappung: Leipzig bleibt sehr aktiv, aber geeignete Grundstücke und gute Bestandsobjekte werden zunehmend umkämpft.

Weiterführend im Archiv

Archivhinweis: Dieser Beitrag wurde nachträglich als historische Einordnung erstellt. Tatsachen und Bewertungen beziehen sich auf den im Beitrag zugrunde gelegten damaligen Daten- und Rechtsstand; spätere Querverweise sind heutige Archivpflege.

Quellen und Datengrundlage